Grillen bei Wind und Wetter

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Du möchtest wissen, wie du auch bei widrigen Wetterbedingungen wie starkem Wind oder Regen erfolgreich grillen kannst, ohne dabei auf den Genuss zu verzichten? Dieser Text richtet sich an alle Grillenthusiasten, von Hobbygrillern bis hin zu erfahrenen BBQ-Meistern, die ihre Grillkünste unter Beweis stellen und unabhängig von der Wetterlage perfekte Grillergebnisse erzielen möchten.

Grundlagen des Grillens bei herausfordernden Wetterbedingungen

Grillen bei Wind und Wetter ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Doch mit dem richtigen Wissen und einigen cleveren Tricks kannst du auch bei stürmischem Wetter oder leichtem Nieselregen deine Grillparty zum Erfolg machen. Die größten Herausforderungen sind dabei die Beeinflussung der Gluttemperatur durch Wind und die Gefahr des Erlöschens der Kohlen oder der Gaszufuhr durch Regen. Auch die eigene Behaglichkeit spielt eine Rolle, um den Grillvorgang angenehm zu gestalten.

Windmanagement beim Grillen

Wind ist oft der erste und größte Feind des Grillmeisters. Er kann die Hitze vom Grill wegtragen, die Kohlen schneller verbrauchen lassen und die Grilltemperatur unberechenbar machen.

  • Windschutz improvisieren: Die einfachste Methode ist, einen natürlichen Windschutz zu nutzen. Stelle den Grill möglichst nah an eine Hauswand, eine dichte Hecke oder eine Mauer. Achte aber darauf, dass die Abgase gut abziehen können und keine Brandgefahr besteht.
  • Mobile Windschutzwände: Es gibt spezielle, mobile Windschutzwände für Grills, die sich einfach aufstellen lassen. Diese sind oft aus Metall oder robustem Stoff gefertigt und bieten einen effektiven Schutz.
  • Den Grill richtig positionieren: Richte die offene Seite des Grills vom Wind weg aus. Wenn du einen Holzkohlegrill hast, achte darauf, dass die Lüftungsschlitze so positioniert sind, dass der Wind nicht direkt die Glut anbläst, sondern die Luftzufuhr kontrolliert unterstützt.
  • Deckel als Windbrecher: Der Grilldeckel kann auch als temporärer Windschutz dienen. Öffne ihn vorsichtig und positioniere ihn so, dass er den Wind abhält.
  • Mehr Holzkohle oder Gas: Bei starkem Wind musst du möglicherweise mehr Brennstoff einplanen, um die gewünschte Temperatur aufrechtzuerhalten. Bei Holzkohle bedeutet das, etwas mehr Kohlen aufzulegen. Bei Gasgrills kann es hilfreich sein, die Flammen etwas höher einzustellen, solange du die Lebensmittel im Auge behältst.

Regen: Dein Grillmeister-Schutzschild

Leichter Nieselregen ist oft kein Hindernis, aber starker Regen kann deine Grillpläne durchkreuzen, wenn du dich nicht richtig vorbereitest.

  • Überdachung schaffen: Die ideale Lösung ist eine Grillhütte, ein Pavillon oder eine überdachte Terrasse. Achte darauf, dass die Überdachung groß genug ist, um den Grill und dich selbst zu schützen, und dass eine ausreichende Belüftung gewährleistet ist, um Rauch abzuleiten.
  • Grillhauben und Abdeckungen: Es gibt spezielle Grillhauben aus wasserabweisendem Material, die den Grill vor Regen schützen, während du grillst. Achte darauf, dass diese gut belüftet sind, um Kondensation zu vermeiden.
  • Vorsicht bei Gasgrills: Bei Gasgrills ist besondere Vorsicht geboten. Stelle sicher, dass alle Anschlüsse und Regler trocken sind. Bei starkem Regen kann es ratsam sein, den Grill abzudecken und eine Pause einzulegen, um Schäden an der Elektronik zu vermeiden.
  • Holzkohle schützen: Bewahre Holzkohle immer trocken auf. Wenn die Kohlen nass geworden sind, trockne sie gründlich vor dem Anzünden. Ein leicht feuchter Anzündwürfel kann trotzdem funktionieren, aber nasse Kohlen entzünden sich nur schwer.
  • Grillgut schützen: Decke das Grillgut auf dem Grill mit Alufolie ab, während du es nicht aktiv zubereitest, um es vor direkten Regentropfen zu schützen.

Der richtige Grill für jedes Wetter

Nicht jeder Grilltyp ist gleichermaßen für widrige Wetterbedingungen geeignet. Manche Grills bieten von Natur aus mehr Schutz oder sind einfacher zu handhaben.

  • Gasgrills: Gasgrills sind oft wetterfester als Holzkohlegrills. Die Flammen sind weniger anfällig für Windböen, und das Anzünden ist unkomplizierter. Achte jedoch auf die Elektronik und die Gaszufuhr bei starkem Regen.
  • Holzkohlegrills mit Deckel: Grills mit einem gut schließenden Deckel sind von Vorteil. Der Deckel hilft, die Hitze zu halten und schützt die Kohlen teilweise vor Regen.
  • Grillhauben und -hütten: Diese Zubehörteile sind eine Investition, die sich lohnt, wenn du oft bei jedem Wetter grillst. Sie bieten umfassenden Schutz.

Sicherheit geht vor: Was du bei Wind und Wetter beachten musst

Das Grillen bei extremen Wetterbedingungen birgt besondere Risiken, die du keinesfalls unterschätzen solltest.

  • Brandgefahr durch Wind: Starker Wind kann Funken und Glut leichter verteilen. Halte daher immer einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke in Reichweite und achte auf brennbare Materialien in der Umgebung.
  • Stabilität des Grills: Stelle sicher, dass dein Grill auch bei starkem Wind stabil steht und nicht umkippen kann.
  • Gefahr durch Nässe: Bei Gasgrills solltest du auf elektrische Komponenten und Gasanschlüsse achten, die durch Nässe beschädigt werden könnten.
  • Eigene Sicherheit: Kleide dich dem Wetter entsprechend. Wenn es kalt und nass ist, schütze dich vor Unterkühlung. Sorge für eine gute Beleuchtung, wenn es dunkel wird, um Unfälle zu vermeiden.
  • Belüftung: Achte immer auf eine ausreichende Belüftung, besonders wenn du dich in einer überdachten oder geschlossenen Umgebung befindest. Rauch und Kohlenmonoxid können sich sonst ansammeln.

Die richtige Ausrüstung und Vorbereitung

Mit der passenden Ausrüstung und guter Vorbereitung wird das Grillen bei Wind und Wetter deutlich einfacher und sicherer.

  • Windfeste Kleidung: Trage wind- und wasserabweisende Kleidung, um dich vor den Elementen zu schützen.
  • Gute Beleuchtung: Eine Stirnlampe oder eine gut positionierte Außenbeleuchtung ist unerlässlich, wenn du im Dunkeln oder bei schlechter Sicht grillst.
  • Feuerfeste Handschuhe: Längere, feuerfeste Handschuhe schützen dich zusätzlich vor Hitze und Wind.
  • Robustes Werkzeug: Deine Grillzange und andere Werkzeuge sollten robust sein, damit du sie auch mit leicht feuchten oder kalten Händen gut bedienen kannst.
  • Testlauf bei gutem Wetter: Mache dich mit deinem Grill vertraut und übe das Anzünden und Temperaturmanagement, bevor du dich an widrige Bedingungen wagst.
  • Einkauf planen: Kaufe deine Lebensmittel und Grillkohle rechtzeitig ein und lagere sie trocken.
Wetterbedingung Hauptproblem Lösungsansätze Zusätzliche Tipps
Starker Wind Temperaturverlust, unkontrollierte Luftzufuhr, schnellerer Kohleverbrauch Windschutz (natürlich, mobil), Grillpositionierung, Deckel nutzen Mehr Brennstoff einplanen, Lüftungsschlitze kontrollieren
Regen Erlöschen der Glut, nasse Kohle, Grillgut wird feucht Überdachung (Pavillon, Hütte), Grillhauben, Alufolie für Grillgut Gasgrills prüfen (Elektronik, Anschlüsse), Holzkohle trocken lagern und trocknen
Kälte Längere Garzeiten, Schwierigkeiten beim Anzünden, persönliches Unbehagen Vorglühen (bei Holzkohle), Deckel geschlossen halten, warme Kleidung, Aufwärmpausen Mehr Brennstoff einplanen, Grillsaucen vorbereiten und erst kurz vor dem Servieren auftragen
Feuchtigkeit (allgemein) Rostgefahr bei Grill und Zubehör, Schwierigkeiten beim Anzünden Grill nach Gebrauch trocken wischen, Zubehör trocknen, regelmäßige Wartung Edelstahlgrills sind weniger anfällig für Rost, regelmäßiges Einölen von Gusseisenrosten

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Grillen bei Wind und Wetter

Kann ich bei starkem Wind überhaupt noch grillen?

Ja, das ist möglich, erfordert aber mehr Aufmerksamkeit und Vorbereitung. Der Wind kann die Glut schnell auskühlen oder unkontrolliert anfachen. Du musst lernen, den Windschutz zu optimieren und gegebenenfalls mehr Brennstoff einzuplanen, um die gewünschte Temperatur zu halten.

Was mache ich, wenn es anfängt zu regnen, während ich grille?

Bei leichtem Nieselregen kannst du oft einfach weitergrillen, solange du eine Überdachung oder eine gute Grillhaube hast. Bei stärkerem Regen ist es ratsam, das Grillgut abzudecken und bei Gasgrills auf die Gaszufuhr und Elektronik zu achten. Im Zweifel lieber kurz unterbrechen und später fortfahren.

Wie schütze ich meine Holzkohle vor Feuchtigkeit?

Bewahre Holzkohle immer in trockenen Behältern auf, idealerweise in einem trockenen Schuppen oder Keller. Wenn die Kohle doch einmal nass geworden ist, lass sie vollständig an einem warmen, trockenen Ort trocknen, bevor du sie verwendest. Feuchte Kohle brennt schlecht und erzeugt viel Rauch.

Sind Gasgrills wetterfester als Holzkohlegrills?

Generell sind Gasgrills oft einfacher im Umgang bei Wind, da die Flammen weniger anfällig sind. Allerdings können extreme Nässe und Kälte die Gaszufuhr beeinträchtigen oder zu Problemen mit der Elektronik führen. Holzkohlegrills sind mechanisch einfacher und somit weniger anfällig für elektronische Defekte bei Regen, erfordern aber mehr Geduld beim Anzünden und Temperaturmanagement im Wind.

Welche Kleidung ist beim Grillen bei schlechtem Wetter am besten geeignet?

Trage Kleidung, die wind- und wasserabweisend ist und dich warm hält. Mehrere Schichten sind oft besser als eine dicke Jacke, da sie dir mehr Flexibilität bieten. Eine wasserdichte Schürze kann zusätzlichen Schutz für deine Kleidung bieten.

Wie vermeide ich, dass meine Grillutensilien rosten?

Nach jedem Grillen, besonders bei feuchtem Wetter, solltest du deinen Grill und deine Utensilien gut abtrocknen. Bei Holzkohlegrills mit Gusseisenrosten empfiehlt es sich, diese nach dem Reinigen leicht einzuölen, um Rostbildung vorzubeugen. Edelstahloberflächen sind weniger anfällig, aber auch hier hilft gründliches Trocknen.

Wie lange dauert es, Holzkohle nach einem Regenschauer zu trocknen?

Die Trocknungszeit hängt von der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur und der Menge der nassen Kohle ab. An einem sonnigen, windigen Tag kann dies wenige Stunden dauern. Bei geringer Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit kann es auch länger als ein Tag dauern. Lege die Kohle dafür breitflächig auf einer ebenen Fläche aus, idealerweise auf einer Unterlage, die Feuchtigkeit ableitet.

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